Constanze Witt

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Constanze Witt

Es ist alles eitel

Video und Sound · 3:37 Min. (Loop) · 2026

Constanze Witt, Work for BAD BIENNALE/ Es ist alles eitel, 2026. © Constanze Witt, VG Bild-Kunst.

Über das Werk

Es ist alles eitel besteht aus einer für diese Ausstellung abgewandelten Szene aus der noch unvollendeten Videoinstallation Rehpfad II sowie einer Soundinstallation. Rehpfad ist ein kontinuierlich anwachsender Werkkomplex, der in den Mythen der ‚Neuen Welt‘ und meiner von Migrationen geprägten Biographie wurzelt. Die darin auftretenden Kopflosen und Fellwesen verkörpern Bilder vom Unbekannten, die sich keiner Seite der Kolonialgeschichte eindeutig zuordnen lassen. Somit verstehe ich Rehpfad als alternative Geschichtsschreibung mit künstlerischen Mitteln.

Ausgangspunkt ist meine Familiengeschichte, in der sich Täter- und Opferpositionen vermischen. Das ermöglicht es mir, Ambivalenz als zentrales Werkzeug der Erkenntnis zuzulassen: In meiner Arbeit höre ich die Gegenseite an und spüre ihre Stärke. In ihr bin ich schuldig und schäme mich, bin ohnmächtig und agiere zugleich machtvoll.

In Es ist alles eitel spreche ich die Sprache meiner Vorfahr:innen mit der Stimme anderer Vorfahr:innen und dem Akzent weiterer Vorfahr:innen. Ich spreche aus einem Körper eines anderen Geschlechts, bin Eroberer und Eroberter, bin lebendig und schon gestorben.

Künstlerin

Constanze Witt

Titel

Es ist alles eitel

Medium

Video und Sound, 3:37 Min. (Loop)

Credits

Fellwesen: Constanze Witt · Sprecher: Francisco Gastelo · Kamera: Patrik Metzger · Sounddesign: Josef Maria Schäfers · Szenenbild: Claus Larsen · Kostüm: Norma Juarez

Jahr

2026

Copyright

© Constanze Witt, VG Bild-Kunst

Porträt Constanze Witt

Constanze Witt, 2012. Foto: © Patrik Metzger

Über die Künstlerin

Constanze Witt

Constanze Witt verbindet in ihrer Arbeit Zeichnung, Text und Bewegtbild zu multimedialen Forschungsvorhaben. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung mit ihrer Familiengeschichte, die von Migration und Fremdheit geprägt ist. Ihre Werke wurden international präsentiert, u. a. in der Akademie der Künste Berlin, Visions du Réel Nyon und der Pinakothek der Moderne München.

Constanze Witt war 2023/24 Lehrbeauftragte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2007 leitet sie Animationsfilmwerkstätten für Kinder und Jugendliche für das Vermittlungsprogramm Kunstwelten der Akademie der Künste Berlin.

In Kooperation mit / gefördert durch
Artist Residency Schloss BalmoralKunsthochschule MainzKultursommer Rheinland-PfalzMinisterium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur Rheinland-PfalzMinisterium für Wissenschaft und Gesundheit Rheinland-PfalzLandesverband der Gehörlosen Rheinland-Pfalz e.V.
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