Artists / Isabell Spengler
Isabell Spengler
OVERSTAY – The Story of Lopa Grine (part 1, Durations are Free + 2)
Zweiteilige Videoinstallation · Filmprojektion (18 Min.) · Videoloop (7 Min.) · 2025–2026

Isabell Spengler, OVERSTAY – The Story of Lopa Grine (part 1, Durations are Free + 2), 2025–2026 (work in progress). Zweiteilige Videoinstallation mit Filmprojektion (18 Min.) und Videoloop (7 Min.). Courtesy of the artist.
Über das Werk
Die zweiteilige Videoinstallation „OVERSTAY – Die Geschichte von Lopa Grine“ erzählt vom Scheitern eines Stars in den 1930er Jahren und zieht Parallelen zu politischen Entwicklungen heute. Die von mir gespielte Kunstfigur Lopa Grine ist inspiriert durch Valeska Gert, Josephine Baker und den polnischen Stummfilm-Star Pola Negri. Negris Karriere in Hollywood (1923–32) und Berlin (1934–39) endete durch ihren fremden Akzent im frühen, englischsprachigen Tonfilm und durch ihre Verstrickung in nationalsozialistische Kulturpolitik, d.h. ihre ZU LANGE Filmarbeit bei der UFA während der Nazizeit.
In entschleunigten, surrealen Videobildern und Reenactments von Negris Memoiren und Pressebildern erscheint die Kunstfigur Lopa Grine begleitet von einem Geparden als ein Geist in der Jetztzeit an Schauplätzen in Bad Ems – Deutschland und Hollywood – USA, gedreht in 2025/2017. Angesichts des aktuellen Aufstiegs der Neuen Rechten werden Fragen nach Kunstfreiheit, Widerstand, Emigration oder Untergrund – damals und heute – betrachtet.

Isabell Spengler in ihrem Studio in Berlin, mit selbstgemachter Einhornmaske, 2023. Foto: © Anja Weber
Über die Künstlerin
Isabell Spengler
lebt und arbeitet in Berlin
Isabell Spengler ist eine Film- und Videokünstlerin aus Berlin. In Kollaborationen mit Künstler*innen aus Tanz, Performance und Musik entwickelt sie neue Formen eines erweiterten Kinos, um imaginäre Welten darzustellen. Sie ist Mitglied des feministischen Kollektivs MATERNAL FANTASIES.
Ausstellungen & Screenings weltweit seit 1998: u. a. Berlinale (2007, 2009, 2010 und 2012), Bremer Videokunstpreis 2019, MOCA Los Angeles 2020, Videonale.19 in Bonn 2023, KUMU Art Museum in Tallinn 2026.







